Endlich – eine Wohnung!!!

Endlich habe ich eine Wohnung gefunden. Sie liegt in einer belebten (heißt geräuschvollen), sicheren Umgebung.

Sie ist riesig: Küche, 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer, kleines Bad mit echter Toilette und nepalesisches Squatti im Hausflur. 2 Jahre Mindestmietzeit. Ich werde dort erstmal alleine bzw. mit Mitbewohnerinnen wohnen und dann nach meiner Hochzeit zusammen mit meinem Mann.

Aber natürlich muss nun jede Menge erledigt werden: Grundreinigung (wirklich nötig!!!!), Strom-/Lichtreparatur, Wasseranschlüsse, Möbel, Batterie zur Überbrückung von Blackouts… Mittlerweile haben wir endlich einen Bodenbelag, Gas für eine Kochplatte (was bei uns zum Campen benutzt wird) und einen Kühlschrank!!!

Generell erinnert alles eher ans IndoorCampen.

Wir haben einiges an Geschirr von Freunden bekommen. Sachen, die in Deutschland nicht mal mehr im Secondhand-Laden verkauft werden könnten, sind hier Gold wert.

Ich lerne echt mit den kleinen Dingen des Lebens zufrieden zu sein. Ich habe immer noch wesentlich mehr als andere hier. Ich bin so dankbar für alle Hilfe die wir bekommen!!!

 

Bilder folgen….

Verlobungsfeier

…. naaaaa, nicht meine eigene.

Letzten Freitag hatten wir (ein paar Freunde und ich) die wunderbare Gelegenheit auf die christlich-traditionelle Verlobungsfeier unseres nepalesischen Freundes Xiwan zu gehen.

Nach einer ca. 11/2stündigen Fahrt durch Kathmandus staubigen Strassenverkehr, gefolgt von holprigen Geröllstrassen sind wir in einem Dorf namens Sanga angekommen. Dort mussten wir alle direkt mal und die Familie mit der wir unterwegs waren musste sich noch umziehen. Hier in Nepal geht man einfach in ein Haus und alle sind froh den Weissen helfen zu dürfen.

imageDann sind wir zum nepalesischen Gottesdienst. Das zukünftige Ehepaar saß während der gesamten Zeit auf Ehrenplätzen vor der Gemeinde, in der jeweiligen traditionellen Kleidung   gemäß der Familie und natürlich nicht zu nah beieinander.  Nach dem eigentlichen Gottesdienst (einige Stunden) deckte die Braut einen Tisch mit Essen auf den ihr Zukünftiger vorbereitet hatte. Heisst soviel wie, ich akzeptiere dich zu heiraten. Anschliessend sich alle Familienmitglieder von dem zukünftigen neuen Familienmitglied beschenkt worden. Ganz zum Schluss ist das Pärchen durch die Menge gegangen. Erst hat der Mann, später die Braut die gesamten Familienmitglieder vorgestellt (sehr schöne Sache).

imageAnschliessend gab es traditionelles nepalesisches Essen für alle 150 Gäste….

Wir sind spätmorgens los und abends wieder zurückgekommen.

War ein sehr schöner und kulturell wirklich interessanter Tag.

Nepali lernen ist doch sehr herausfordernd. Besonders die neue Schrift lesen und Schreiben zu können scheint für mich gerade noch in weiter Ferne zu sein… aber es wird.

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Innerhalb der letzten Tage konnte ich viele Kontakte zu verschiedene Menschen und Organisationen knüpfen. Es ist echt erstaunlich wie Gott manche Begegnungen lenkt. Nun geht es daran mich mit den verschiedensten Personen zu treffen und zu gucken wo genau mein Platz in der Zukunft sein wird.

Heute werde ich eine Bekleidungsfabrik besuchen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat faire Arbeitsbedingungen für ehemalige Opfer von Menschenhandel und Sexsklaverei zu schaffen.

Die Wohnungssuche läuft weiterhin. Habe ein paar Möglichkeiten gefunden, die es auch noch zu überprüfen gilt.